Im Schatten
In dunklem Kampf verborgner Urgewalten
verbrennt mein Leib. O kurzer Lebenstag!
Bald wird die Ewigkeit den Felsen spalten,
der unter meinem Fuß als Wegspur lag.

Und in die schwarze Kluft Vergessenheit
stürz ich hinab; wie warst du lieblich, Welt!
Nun muß ich wiederkehren in die Zeit,
die das Vergangene gefangen hält.

Ich taste blind durch meine langen Nächte:
Da ist kein Halt mehr, alles floh so fern,
und immer mehr verwirren sich die Schächte,
die ich durchirrte. Strahlst du noch, mein Stern?

David Goldfeld
 
Kassiber : Lyrik : David Goldfeld

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